Trouble Document - Mein Leben ohne Passport

Wurden Sie schon einmal von einem Team Grenzpolizisten ausgelacht, weil Ihr Passport so voller "Stempel und Zeugs" war? Nein? Dann sollten Sie die wahren Reise-Geschichten der Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani hören.

Denn ein knappes Jahrzehnt nach ihrer Ankunft als Flüchtling in Deutschland erhielt die Autorin im Jahre 1995 ein sogenanntes Reisedokument (Traveldocument), das als kleines mausgraues Heftchen daherkam und die bloße Funktion hatte, seiner Inhaberin das Verreisen zu ermöglichen. Das Reisedokument war eine neue Idee, um all den Menschen, die wie die Autorin das Recht auf Verreisen hatten, und keinen Pass besaßen, eine Lösung zu bieten.

Denn vom iranischen Konsulat erhielt die Autorin weder einen Pass, noch einen Ausweis. Und die deutschen Behörden gaben ihr keinen deutschen Pass. Und trotzdem hatte sie aufgrund ihres Aufenthaltsstatus in Deutschland das Recht, ohne Visum die Schengenstaaten, und mit Visum die restliche Welt (außer Iran) zu bereisen. Die Probleme fingen an, als sie tatsächlich begann, zu reisen. Bald bemerkte sie, dass ihr Reisedokument international nicht anerkannt war. Das Traveldocument, das sie bis zu ihrer Einbürgerung, sieben Jahre lang besaß, wurde zu ihrem persönlichen Trouble Document!

Die unglaublichen Geschichten ihrer diversen Einreisen zu Luft, zu Wasser und auf dem Land hielt sie fest. Begleitet wird der Abend von einer Bilder-Präsentation. Das Publikum kann es kaum abwarten, nach jedem virtuellen Blättern des Dokuments, all die Geschichten hinter den Stempeln, Visen, Anmerkungen, Schreibfehlern und rätselhaften Symbolen ganz im orientalischen Stil erzählt zu bekommen.

Entstanden ist ein komisches Programm, das zum Lachen und Nachdenken anregt!

Rahmenbedingungen:

Teilnehmerzahl: unbegrenzt

Dauer: 30-45 Minuten

Alter: Ab 12 Jahren

Bestuhlung: Möglichst Kaffeehaus-Atmosphäre mit Tischgruppen - Bei hoher Teilnehmerzahl auch Theaterbestuhlung möglich

Technik: Beamer + Laptop + Handmikrofon oder Headset

Ankündigungstext:

Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals.“ Wie recht Bertolt Brecht hatte, erfährt das Publikum beim neuen Bühnenprogramm von Mehrnousch Zaeri-Esfahani. Die Autorin beschreibt in persischer Erzähltradition gepaart mit feinem Humor, der gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt, die sieben Jahre ihres Lebens, in denen sie kein Passport, sondern nur ein Traveldocument besaß. Zahlreiche Probleme und absurdeste Situationen durchlebte die Autorin. So entstanden wahre und unglaubliche Geschichten, als die damals Zwanzigjährige gutgläubig ihr Recht, mit ihrem Reisedokument verreisen zu dürfen, wahrnahm. Lauschen Sie den Geschichten aus aller Welt, die die Autorin zu Land, zu Wasser und in der Luft auf zwei Kontinenten sammelte.“